Preise

Arbeitszeit

der Stundenverrechnungssatz

liegt ab Januar 2018 bei

63,025€ pro Stunde netto (ohne Umsatzsteuer), das entspricht

75,00€ pro Stunde brutto (mit Umsatzsteuer).

Diesen Satz habe ich seit Firmengründung mit 40€ brutto politisch niedrig gehalten, muss aber feststellen, dass ich damit einerseits nicht Kosten deckend arbeite, andererseits gleichzeitig die Warteschlange ausufert, dass Kunden nach Monaten Wartezeit verärgert abspringen. Einfache Marktgesetze erklären unzweifelhaft was hier bisher verkehrt war.

Die Berechnungen anhand des Jahres 2011 hatten schon ergeben, dass wenn ich den Überschuss vor Steuer (Rohgewinn) auf die ca. 3000 Anwesenheitsstunden des Jahres anrechne, ein tatsächlicher Stundenlohn von deutlich unter 4€ resultiert - davon kann ich nicht mal Altersrücklagen bilden - und noch mehr Jahresstunden kann ich auch nicht konzentriert arbeiten. Rechnerisch bräuchte ich einen Stundenverrechnungssatz von 60,50€ netto (72€ brutto), um in etwa den abhängig beschäftigten, ganz durchschnittlichen Teilzeit-Stundenlohn meiner Frau zu erwirtschaften.

Zur Begriffs-Erklärung:

Der Stundenverrechnungs-Satz hat mit dem Stundenlohn des Leistungserbringers relativ wenig zu tun, denn hier wird der Kunde/Käufer schlicht anhand der für seien Auftrag (ohne Nebenleistungen) individuell verwandten Zeit an den Gesamtkosten des Betriebs beteiligt. Das schließt zwar den Lohn des Bearbeiters mit ein, doch ist das im Handwerk selten der Löwen-Anteil. Einerseits kann man in einem Betrieb wie meinem, wenn es absolut rund läuft nur ca. 25 bis 30% seiner Arbeitszeit direkt am Kern der Aufträge, an der eigentlichen Fall-Bearbeitung verbringen, der Rest sind logistische, nicht verrechenbare, aber unvermeidliche Arbeiten von der Müllbeseitigung bis zur Steuer-Berechnung. Nur im restlichen Viertel bis Drittel der Anwesenheitszeit ist die Bilanz überhaupt positiv. Andererseits müssen auf diese verrechenbare Zeit die gesamten Betriebskosten umgelegt werden:

  • Miete
  • Heizung
  • Telefon/Internet (auch die Betriebskosten dieser Seite)
  • Strom
  • Material und Waren-Verwaltung, Verbrauchsmaterialien
  • Werkzeug
  • Hilfslöhne
  • Versicherung
  • Kammerbeiträge
  • und vieles mehr...

erst ganz zum Schluss berücksichtigt man dann noch, dass man auch selber von etwas leben muss, also

  • ...den eigenen Lohn

Daher sehe ich die Anhebung von 33,61€ auf 50,42€ angesichts der bekannten Kosten als immer noch moderat an, der Preis ist gemessen an der Qualität auch deutlich günstiger als Markt-üblich. Und der Preis bleibt immer noch politisch zu niedrig (siehe oben).
Bei geschätzten 25% verrechenbaren Stunden im Verhältnis zu den Anwesenheitsstunden bedeuten 17€ Netto-Anhebung des Verrechnungs-Satzes für meinen persönlichen Lohn nur eine Anhebung um etwas mehr als 4€ - von bisher der Hälfte des gesetzlichen Mindestlohns fast hin an dessen Untergrenze.

Rechnen Sie selbst nach...
...ich schreibe das hier für gut verdienende Kunden, die mit mir um den Preis feilschen wollen: lassen Sie's!

Material

Der Kalkulationsaufschlag

Auf meinen Rechnungen ist natürlich nicht nur die Arbeitszeit ausgewiesen, sondern sind auch die eingebauten Teile verrechnet. Und hier ist stets ein Aufschlag gegenüber dem Einkaufspreis vorhanden, als Kleinst-Betrieb kann ich meine Kosten der Materialbeschaffung, Lagerung und Bereitstellung nicht über hohe Einkaufsrabatte auffangen und zu Großmarktpreisen die eingebauten Einzelteile verkaufen. Ließe man diesen Aufschlag weg, müsste der Stunden-Verrechnungs-Satz entsprechend weiter angehoben werden. Der Kalkulations-Aufschlag ist prinzipiell bei den billigsten Teilen prozentual am höchsten und liegt bei mir zwischen Faktor 1,3 bis Faktor 2, entsprechend also 30% bis 100% Aufschlag - umgekehrt sind also im Verkaufspreis 23% bis 50% Handhabungskosten enthalten. Wenn man alles extra selber anfassen muss, ist das nur fast Kosten deckend.

Auch hier bitte ich, nicht auf die Idee zu kommen, man müsste feilschen.

Völlig abstrus ist, mir als Laie die Eigen-Beschaffung der Teile anzubieten: Das wird an sich schon jede Menge technische Probleme, Ärger mit Fälschungen und der Bauteile-Auswahl im Allgemeinen ergeben.
Doch wenn ich mein hochwertiges, vorgehaltenes Material auch noch unverkauft in der Schublade liegen lassen muss und der Kalkulations-Aufschlag als Teil der Rechnung unter den Tisch fällt, bin ich bei meiner Kostenstruktur schnell im unrentablen Bereich. Entsprechend behalte ich mir vor, in solchen Fällen die Rechnung nicht mit meinem normalen Stundenverrechnungssatz von 75€ brutto zu erstellen, sondern mit dem entsprechend  höher kalkulierten 100€ brutto.

Anders herum verkaufe ich allerdings auch keine Bauteile einzeln, siehe Bausätze & Platinen.

Geräte

Neuware

Bei Neuware muss ich nicht viel erklären. Als Miniaturbetrieb sind hier für mich im Einkauf keine Rabatte drin. Der Anreiz, Ware bei mir zu UVP-Preisen oder mit nur geringem Rabatt zu kaufen, liegt für den Kunden sicher nicht im "billigsten Angebot". Bei mir bekommen Sie auch nur wenig, Hand-verlesene Neuware - mein Vorteil ist die Konfiguration, Erklärung und langfristige Betreuung des gekauften Produkts - was Gesamt-Aufwand und -Kosten pro Jahr durchaus günstiger als bei vielen Mitbewerbern machen kann. Also wenn Sie bei mir neues kaufen, dann wegen der Kompetenz, nicht wegen des Preises.

Gebrauchtware

gebrauchte Geräte dagegen biete ich mit einigen Alleinstellungsmerkmalen an, hier werden Sie für vieles gar keinen Preisvergleich finden, weil das sonst niemand so anbietet.
Gebrauchte Geräte gibt es nicht wie bei den meisten Gebraucht-Händlern mit möglichst wenig Aufwand, möglichst hohem Aufschlag und einer möglichst schleierhaften Rechnung, sondern genau zu dem Preis, den Sie nach Einkaufs- und Bearbeitungs-Aufwand kosten müssen.
Und da ich auf der Rechnung ohnehin mit offenen Karten spiele und niemandem eine unnötige Doppel-Umsatz-Versteuerung zumuten will, auch nicht von der detaillierten Rechnungsstellung abweichen möchte, sind meine Einkaufspreise von Gebraucht-Geräten die einzigen Preise, die ich ohne jeden Aufschlag einfach an die Käufer weiter reiche! Nur so kann ich diesen Betrag nämlich bei Netto-Rechnungsstellung von der Umsatz-Steuer ausschließen. Im Grunde wird jedes Gebraucht-Gerät aus meinem Bestand genau wie eine Kunden-Reparatur behandelt: für meine aufwertende Arbeit und die neuen Teile will ich angemessen bezahlt werden, das Gerät bekommen Sie zu dem Preis dazu, den ich selber gezahlt habe.

Wenn Sie jetzt 1 und 1 zusammenzählen, erkennen Sie, dass Gebrauchtgeräte-Preise bei mir nur aus den beiden Komponenten  Stundenverrechnungssatz und knapp kalkuliertem Material-Verkaufspreis bestehen, darüber hinaus keine gewürfelten und Rabatt-fähigen Preis-Komponenten enthalten und darum ebenfalls nicht verhandelbar sind. Hier kommt noch dazu, dass die Gebraucht-Geräte in meinem Geschäft im Grunde nur den Zweck erfüllen, Auftragslücken zu überbrücken und gleichzeitig Bearbeitungspläne und deren Dokumentationen zu erstellen, die Sie letztlich unter "Erfahrung" nachlesen können. Die Gebrauchten habe ich also eigentlich nur zu Werbezwecken. Ich habe keine unerschöpflichen Mengen davon vorrätig, besitze auch keine mystischen Quellen für Nachschub (ebay lässt grüßen), kann nicht über Masse einen Mengen-Rabatt erzeugen. Ich habe auch keine Lust, im Angebot Aufschläge nur zum kompletten- oder teilweisen wieder-herunter-Verhandeln zu erfinden, nach dem Motto: irgendeiner steht immer auf, der nicht nach Rabatt fragt...
Nein, was immer ich anbiete, gibt es genau zu dem Preis, den es kostet - "take it or leave it".

Paket-Preise

Fix-Preis-Kalkulationen

Nachdem ich mit den Revisionen alleine nicht mehr hinterher gekommen bin, habe ich im Frühjahr 2014 begonnen mich mit zusätzlicher Hilfe anzufreunden. Für eine Sub-Unternehmen-Weitergabe einiger immer wiederkehrender Festpreis-Revisions-Aufgaben nach festem Arbeitsplan habe ich auch einen externen Mitarbeiter finden können, der bis auf die Endabnahme oder Sonderfälle die Bearbeitung direkt neben mir sauber durchführen kann. Das hat mich zur Neu-Kalkulation gezwungen und zur erstmaligen genauen Berechnung des stetig wegen Weiter-Entwicklung gestiegenen Aufwands der Festpreis-Bearbeitungen. Und zu meiner eigenen Überraschung lagen meine bisherigen teils bis zu zu einem Drittel unterhalb des neuen Preises - und der wiederum geht bei immer wiederkehrenden Arbeiten davon aus, dass man man noch mit der Hälfte der Aufschläge gerade noch rentabel auskommt, die man für eine Einzel-Revision braucht. Einige wenige andere, recht einfache Revisionen sind dagegen kaum im Preis gestiegen.
Die neuen Preise entnehmen Sie bitte den Angebotsseiten unter "Hifi-Highend-Service". Und da ich das auf der Rechnung später sowieso alles genau ausweise, also ohnehin mit offenen Karten spiele, lege ich die Kalkulation mit Einkaufspreisen und sogar (wo vorhanden) den Bestellnummern bei meinen Zulieferern samt meinen Aufschlägen offen und stelle die entsprechenden Tabellen zu den Arbeits-Beschreibungen jeweils online.

Auch hier noch mal: es kostet, was es kostet - es geht nicht um Phantasie-Preise, sondern um eine aufwändige Bearbeitung mit in der Regel 3 Jahren Garantie und einer Prognose für die weitere Nutzung, die sich eher in Jahrzehnten, denn in Jahren bemisst. Also um ein Produkt, gegen das Neuware zum gleichen Preis absolut nicht konkurrieren kann.
Und ich setze den Preis nicht höher an, als ich muss, darum auch hier: kein Rabatt.

Preiserhöhung

Im März 2014 und im Januar 2018 wurde sämtliche Fixpreise und der Stundenverrechnugssatz komplett neu kalkuliert und angepasst, genaueres zur Kalkulation sehen Sie, wenn Sie hinter dem Revisionspreis Ihres Geräts auf "Details" klicken.

Preiserhöhungen betreffen selbstverständlich nur neue Aufträge,
existierende Aufträge in der Warteschleife sind nicht betroffen.

Der Preis für die Revision von Musical Fideliy A-Geräten hatte sich bereits im April 2012 mit der neuen Board-Revision der Vorstufe um ca. 10€ erhöht. Das lag an der jetzt doppelten Elko-Stützung gegen Masse. Um dadurch die Niedervolt-Versorgung des einen Kanals nicht noch weiter ungleich zum anderen zu machen, wird die Vorstufe jetzt über eigene Parallel-Stabilisierungen versorgt und die Endstufen-Stabilisierung zum ersten Mal völlig symmetriert. Das kostet zusätzlich Zeit und Material, verbessert aber auch das Gesamtergebnis. Im Juli 2013 habe ich dann anhand von vielfachen Erfahrungen mit den Typen A100 und A100-X den Revisionspreis dafür dem durchschnittlichen Aufwand angepasst. Bei diesen Geräten benötige ich wegen der Gehausekonstruktion und speziell wegen der Lüfter sowie wegen der durchgehenden  Fehldimensionierungen der Zener-Stabilisierungen im Durchschnitt mehrere Stunden mehr Bearbeitungszeit, als bei den übrigen A-Modellen. Und so rückt die Revision der "Hunderter" an die Spitze der A-Palette. Allgemein fließen inzwischen auch derart viele Neuerungen in die A-Revisionen ein, dass auch mit geübter Hand die Bearbeitungszeit nicht kürzer als bei den ersten Exemplaren ist und dabei noch etliches mehr an (Klein-)Material in die Geräte wandert.