Fixpreisangebote

Symphonic Line

Im Grunde sind die Marke Symphonic Line und Fixpreis-Revision ein Widerspruch in sich. "Handmade in Germany" (besser: "Handgemacht in Duisburg") ist nämlich über Jahrzehnte von permanenten kleinen und großen Änderungen begleitet gewesen - und das bei relativ kleinen Stückzahlen. So sehr man den Grund-Konzepten über die Jahre treu blieb, so groß ist die Exemplar-Streuung, die einen bei der Bearbeitung erwartet. Und damit variiert auch der Aufwand, den man treiben muss und kann, um ein in die Jahre gekommenes Exemplar wieder auf ein gehobenes Niveau zu hieven.
Daher kann ich im Grunde nur fest umrissene Teil-Tätigkeiten auf Basis bestimmter Geräte-Voraussetzungen zu Pauschal-Preisen anbieten, ein großer Teil der Arbeit wird weiterhin "auf Sicht" und "auf Absprache" nach Aufwand abgerechnet.

Die bislang am häufigsten bearbeiteten Symphonic-Line-Geräte lassen sich am leichtesten hier einordnen, das wären vor allem die Vollverstärker

  • RG9 in der Ursprungs-Version sowie in den Varianten MK2, Mk3 und MK4, der
  • RG10 in den Varianten MK2, Mk3 und MK4, der
  • RG14, eine aus dem RG9 abgeleitete, "verkleinerte" Variante
  • RG11, eine nur aus dem RG9/10-Leistungs-Teil bestehende Endstufe (diverse Versionen)
  • RG2, eine Standalone-Vorstufe bestehend aus dem separat versorgten RG9/10 Vorverstärker-Board
    sowie die "ganz großen", die Endstufen-Serie
  • RG1 (diverse Versionen)
  • RG7(diverse Versionen)
  • RG4 (Monoblöcke, diverse Versionen)
  • Kraft-Endstufen (diverse Versionen)
    Dazu kommt noch die große Vorstufe
  • RG3 (diverse Versionen)
    die Röhren-Vorstufe
  • "Erleuchtung" (kommt wie die "Kraft" ohne den Rolf-Gemein-Buchstaben-Salat aus).

 Fehlt in meinem Repertoire noch der erste

  • CD-Spieler in den Varianten Standard und Reference

Sodann kann ich mit einigen

Platinen-Ersatz und Ergänzungs-Umbauten/Upgrades

aufwarten.

Bislang kann ich bei Defekt ersetzen:

  • RG1/RG4/RG7-MK3 Endstufen-Platine und Schutzschaltung,
    ergänzende Schutzschaltung/Relais-Platine Kraft-Endstufen
  • RG9/RG10/RG14/RG3 (bis MK3) Vorstufen-Platine
  • RG9/RG10/RG14 MK3 Endstufen-Platine
  • ALBS-Fernbedien-Nachrüst-Satz (original verwendet) und die dazu gehörige Zusatz-Netzteil-Platine

einige selbst entwickelte Platinen kann ich zusätzlich zur Nachrüstung anbieten (teils oben bereits erwähnt):

  • Schutzschaltung RG1/RG4/RG7 (MK3), verbesserte Version ohne Spezialbauteile
  • Kombinierte Schutzschaltung/Relais-Platine für Kraft-Endstufen,
    basiert auf der o.g. RG1/RG4/RG7-(MK3-)Schutzschaltung, jedoch ergänzt um vier 2x8A-Relais
    (-> Lautsprecherkreis mit max. 64A Kontaktbelastbarkeit statt sonst 16A
    - alle Spulen in Reihe, alle Kontakte parallel)
  • Eigenentwicklung Multifunktions/Fernbedien-Upgrade-Modul inklusive Potentiometer-Steuerung.
    Platinen-Format wie bei ALBS-Fernbedien-Platine, jedoch kombiniert mit zusätzlicher Vorstufen-Pufferung, separatem Kopfhörerverstärker und Relais-Steuerung für den Vorstufen Cinch-Ausgang. Fernbedien-Codes per ISP-Schnittstelle mit Hilfe freier Software auch nachträglich programmierbar, Standard-Kodierung RC5 (Gerätecode "Vorverstärker1", nicht wie beim ALBS-Nachrüstsatz "Lichtanlage1").

Bauteile-Wahl und Einspiel-Phase

Eines zusätzlich vorab: ich tendiere dazu, den Kunden eine nicht zu vernachlässigende Einspiel-Zeit zuzumuten, die man sicherlich bei anderer Wahl der Bauteile deutlich verkürzen könnte. Es hat sich gezeigt, dass eine extrem langlebige Auswahl von Elektrolyt-Kondensatoren auf den ersten Blick bzw. bei Beurteilung eines frisch bearbeiteten Geräts deutliche Nachteile aufweist. Wofür z.B. 6000 Stunden Lebensdauer innerhalb der zulässigen Toleranzen bei 105°C angegeben werden (statt üblichen 1000 bis 2000 Stunden bei 85°C, das ergibt grob gepeilt die 12fache Haltbarkeit bei gleicher Temperatur), da zieht sich die Einspielphase bis hin zum klanglichen Maximum in ähnlicher Weise in die Länge. Wo sich das Standard-Bauteil nach ca. 100 Betriebsstunden - also bei normaler Nutzung innerhalb von 1 bis 2 Monaten - bereits nahezu perfekt in seine Aufgabe gefügt hat (so gut es eben kann), da läuft ein vom mir verwendeter Elko oft erst nach Jahresfrist wirklich rund.

Vorteil: So ein Bauteil bleibt sehr lange und gleichmäßig auf diesem Stand.
Nachteil: man muß sich durch eine erst mal etwas kopflastigere, aggressivere Phase durch hören.
Erst nach und nach füllt sich bei neuen "long-life"-Elkos das Klangbilds von oben nach unten. Wo man nach Revision auch sofort wieder gute Messergebnisse und vermehrte Hör-Information bekommt, ist der Rhytmus, der musikalische Fluß und die tonale Ausgewogenheit noch lange nicht gegeben, alles lockert sich erst nach und nach, bekommt noch bewegliche Fülle im Grundton und Bassbereich, schrille Obertöne reduzieren sich erst allmählich hin zu einem normalen Verhältnis zu den unteren Registern. Ohne Not sollte man also nicht zu neuen Elkos greifen, eine solch schwere Operation ergibt bei einem normal warmen Hifi-Gerät erst ab der Mitte des zweiten Jahrzehnts nach seiner letzten Neu-Bestückung überhaupt einen echten Sinn.

Wenn man dabei dann nicht auf dem Zettel hat, wie sich das Gerät noch verbessern wird, dann gehen einem einige vorläufige Eigenschaften noch deutlich stärker auf die Nerven. Doch, lieber Leser und Hörer, entspannen Sie sich, auf lange Sicht werden Sie nichts vermissen, im Gegenteil wird Ihnen eine so ausgesuchte Bestückung weit mehr angenehme Stunden bereiten, als das "Strohfeuer" einer Maketing-freundlich für die Frisch-Phase getroffenen Wahl - die wäre dann zwar betont Verkauf-fördernd - aber im Grunde auch eine wenig nachhaltige Effekthascherei. Da ich von keinem gesättigten Markt und auch langfristig von sehr bergenzten Kapazitäten meinerseits ausgehe, zählt für mich (bei vergleichbarem Klang-Niveau nach längerer Nutzung...) ein "hält lange" mehr als ein "gefällt mir sofort optimal".