Fixpreisangebote

Musical Fidelity Revision

Komplett-Überholung mit 3 Jahren Garantie*
*Erläuterung siehe Garantiebestimmungen
Grundpreise (Abholpreis, zuzüglich Versandkosten)
A1/A1-X/David                            571,-€ - Details
ausgenommen vom A1/A1-X-Fixpreis, meist aber billiger zu revidieren:
A1(-X) "final edition" - eine angepasste Version des B200, sehr selten, von außen nicht erkennbar
David II                                        583,-€ - Details
A120/A200                                  661,-€ - Details
A100/A100-X/A200 DM/Avalon  695,-€   A100(-X) - Details - A200 DM/Avalon
MA50/MA50-X (Paar)                  978,-€ - Details

Beachten Sie die Preiserhöhung im März 2014, genaueres finden Sie unter den jeweiligen Details und auf der Seite "Preise".

Die Überarbeitung Ihres Gerätes umfasst mindestens:

  • Ersatz sämtlicher Elektrolytkondensatoren durch neue 105°C long life Panasonic Typen oder Wima Folienkondensatoren
  • Austausch oder Reinigung/Versiegelung der Signal-Umschalter
  • Erneuerung schwach dimensionierter oder beschädigter Leistungswiderstände
  • Nachlöten der Platine wo  notwendig
  • Modifikation der Vorstufe, basierend auf einem Bauvorschlag von Marc Hennessy.

B-Geräte

Für diejenigen, die auch etwas über die B-Geräte erfahren wollen - B1, Caruso und Typhoon sind Beispiele für eine andere Auslegung der gleichen Grund-Idee wie beim A1.

Einige Varianten allerdings weichen von der Bauart all dieser Bipolar-Kameraden deutlich ab, verwenden einen Operations-Verstärker mit MOSFET-Leistungs-Endstufe - davon gibt es eine A-Variante (Aufdruck A1!) und z.B. den B200-Vollverstärker, im Grunde die gleichen Geräte mit unterschiedlich gewähltem Arbeitspunkt und sehr verschieden in der Erwärmung. Auch dei P140-Endstufe zählt zu dieser völlig anderen Kategorie. Zu diesen MOSFET-Varianten lesen Sie bitte momentan unter "Erfahrung" nach, dafür werde vielleicht irgendwann eine Fixpreis-Revision anbieten, im Moment ist das aber nicht in Planung.

Hier finden Sie Bilder und Besonderheiten folgender Revisionen:


Revision B1, Caruso

A-Geräte

Bislang haben Sie auf dieser Seite die Beschreibung einer A1-Revision vorgefunden. Mit zunehmender Erfahrung bei verschiedenen Typen ist mir das zu unübersichtlich geworden, Sie finden hier nur noch, was für die Bearbeitung aller A-Geräte gemeinsam gilt - Details zu bestimmten Typen sind in eigene Artikel gewandert. Und die Prinzipien des A-Konzepts werden nun auf einer zusammenfassenden Seite unter "Erfahrung" behandelt.

Hier finden Sie Bilder und Besonderheiten folgender Revisionen:


Revision A1, A1X, David1

Revision David2

Revision A100, A100-X

Revision A120, A200, Avalon

Revision MA50, MA50-XMA50, MA50-X

 

Für jeden der genannten Typen gilt:

Neuaufbau ist Pflicht!

Ein Gebrauchter?

Dass es sich bei einem revidierten Musical Fidelity aus der Freien Ton- und Bildwerkstatt um ein Gebraucht-Gerät handelt, stimmt eigentlich nur noch in Bezug auf einige Äußerlichkeiten. Meinen ersten A1-X habe ich mir noch wie jedes andere britische Gerät vorgenommen, da wusste ich weder genaueres zum Aufbau, noch hatte ich Erfahrung mit den speziellen Problemen dieser "Heiß-Läufer". Damals hat mich eine noch relativ unspezifische Überarbeitung einen Arbeitstag gekostet. Seitdem habe ich immer mehr über diese Serie erfahren und immer geübter und schneller immer mehr Details in den Überarbeitungs-Standard aufgenommen.

A1-X-Platine nach Neu-Bestückung aller "Wasser-festen" Verschleiß-Teile - frisch gewaschen

Im Moment brauche ich für die Revision der am schnellsten zu bearbeitenden Geräte A1, A1-X oder David1 in Einzelfällen (wenn zufällig alle Bedingungen optimal sind) nur noch etwa 6 Stunden bis zur Endmontage. Bei ungünstiger Bestückung, großem Verschleiß, schweren Defekten und vor allem bei verbastelten oder verölten Geräten kann sich das allerdings leicht verdoppeln.

100 Geräte - und noch keine zwei baugleichen gefunden...

Dass es bei der Bearbeitungszeit eine derartige Streuung gibt, liegt unter anderem an der unsäglichen Fertigung bei Musical Fidelity in den 80er und 90er Jahren. Wo ich den Entwurf und die eigentliche Konstruktion in großen Teilen nur ausdrücklich loben kann, da sieht es mit der Fertigungs -Qualität und -Toleranz ganz anders aus. Mit über hundert Revisionen (Anfang 2014) habe ich es dennoch noch nie erlebt, dass zwei Geräte genau gleich bestückt gewesen wären. Es gibt von so gut wie jedem Detail Varianten, drei bis vier unterschiedliche Lautsprecher-Buchsen, zwei Sorten Cinch-Buchsen, 3 Sorten Quellwahl-Schalter, mindestens ein halbes Dutzend verschiedener Elektrolyt-Kondensator-Varianten für jede beliebige Position und jeden verwendeten Wert, das Gleiche für die anderen Sorten Kondensatoren. Die Ruhestrom-Einstellung ist mit wenigstens 3 Varianten vertreten, die Kollektor-Widerstände der Endstufe haben zwei unterschiedliche Werte und etliche Hersteller. Bei den Halbleitern gibt es in Sachen Zulieferer offensichtlich keinerlei Regel, die OEM-End-Transistoren sind zwar alle 2N3055/MJ2955-Derivate, doch von sehr unterschiedlicher Qualität, am dauerhaftesten haben sich die offensichtlich von Motorola/ON-Semi gefertigten A1(/2/3) N(/P)-Typen erwiesen. Die Treiber sind zwar von unterschiedlichen Herstellern gekauft, aber immerhin nahezu immer der gleiche Typ, die Eingangs- und Vortreiber-Transistoren dagegen haben sowohl wechselnde Verstärkungsgrade ("B" oder "C") als auch Typen (BC550/560, BC414/416, BC546/556), in Bezug auf Hersteller (und oft sogar den Typ) in der jeweils gleichen Position der beiden gegenläufigen Schaltungs-Hälften unterschiedlich...

Diese Fertigungs-Toleranz ist sogar deutlich größer, als die Unterschiede zwischen einigen Typen-Bezeichnungen. So unterscheiden sich vor allem die Geräte A1, A1-X und David1 jeweils gleicher Fertigungs-Zeit technisch und klanglich deutlich weniger voneinander, als zu unterschiedlichen Zeiten gefertigte Geräte mit eigentlich gleicher Bezeichnung. Das gilt gleichermaßen z.B. auch für den A100 und den A100-X sowie für A200 und Avalon.

Verschleiß, Konstruktionsschwächen und Verbesserungen

Bei den "A"-Modellen sind Schaltplan und Aufbau größtenteils identisch, die Revisions-Maßnahmen mit wenigen Abweichungen ebenfalls. Die etwas leistungsfähigeren Modelle haben allerdings größere Trafos und Netzteil Lade/Siebkondensatoren, deren Ersatz entsprechend teurer ist.

Auf seiner A1-Seite setzt sich Marc Hennessy mit dem Grundkonzept der A-Serie eingehend auseinander. Die Schaltung wird beschrieben, übliche Fehlerbilder und deren Ursachen werden erörtert. Leider habe ich mir die von Erfahrung geprägte Seite erst nach der unzureichenden Überholung eines A1-X und dessen prompter Rückkehr vom Käufer genau durchgelesen. Warum die berechtigte Reklamation eintrat, stand dort ja bereits vorher beschrieben. Ich hatte an dem Gerät bereits alles angewandt, was die eigene Erfahrung nahe legte, vor allem sind das gerade bei sehr warmen Geräten immer wieder die austrocknenden Elektrolytkondensatoren und gelockerte Lötstellen. Da in den Musical Fidelities hohe Temperaturen herrschen, hatte ich ihn an diesen Punkten natürlich sorgfältig überarbeitet.
Trotzdem ich den Eingangswahlschalter (unzerlegt) im Ultraschallbad hatte, das Signal setzte trotzdem wieder aus und verzerrte. Und die Erklärung wird durch den Schaltplan und die Datenblätter der Schalter und des Lautstärke-Reglers geliefert:
Der Schaltplan bindet Lautstärke-Regler und Umschaltung so an, dass Gleichstrom hindurch fließen kann (und bei der geringsten Toleranzabweichung des ICs auch wird), die Datenblätter verbieten das: "nur für Wechselstrom". Es kommt am Kontakt-Übergang vermehrt zu elektrolytischen Effekten, extrem beschleunigter Kontaktverschleiß, Aussetzer und Verzerrungen sind die Folgen.

Die Vorstufenschaltung entspricht einer 80er-Jahre Billig-Mischpult-Vorstufe - unter Einsparung möglichst vieler Koppel-Kondensatoren hatte man hier vermutlich mit voller Absicht deren Sound kopiert, man hat damit vor allem jungen Käufern bewusst das geboten, was ein paar Jahre zuvor ihr Klangempfinden geprägt hatte: die typischen Unsauberkeiten dieser Schaltungsweise. Ein geschickter Schachzug, ich merke an der aktuellen Revisions-Nachfrage, dass diese Modelle anscheinend sehr häufig verkauft wurden - nicht zuletzt wegen genau diesem "Sound".

Wie alle Fernseh-Hersteller ihre Geräte damals mit voll aufgedrehtem Kontrast in den Handel geschickt haben, um ja in keinem Vorführwand-Vergleich das Nachsehen zu haben, wie die ersten Pop-CDs mit unnatürlicher Schärfe abgemischt waren, so setzte man hier eben auch dezent auf auf Effekt.

...ich will die Geräte jetzt hier nicht schlecht machen, nur erläutern - wir sind, seit dem der A1 auf den Markt kam, alle erwachsener geworden... Man hat sich vielleicht etwas an den Effekt gewöhnt, inzwischen würde mancher Besitzer aber keinen Wert mehr darauf legen, wohl aber auf die wirklichen Qualitäten des Geräts. Die werden selbstredend auch noch erläutert...

Den Nebeneffekt des erhöhten Verschleißes wird man auch gekannt und billigend in Kauf genommen haben, man wollte ja schließlich ein heißes Einstiegsmodell und keine Dauereinrichtung verkaufen. Die Endstufen-Konstruktion musste dabei irgendwie schon besonders gut sein, hier konnte man es mit dem Effekt nicht weit treiben, sonst hätte die Stabilität gelitten. Robust genug trotz des (angeblichen) "Class-A"-Betriebs musste der Ausgang schon sein. Das ist tatsächlich vorbildlich gelungen, an der Endstufe gibt es nichts auszusetzen, welche "Class" auch immer.

Aber einen Sound produzieren, den die Leute für "röhrenartig" halten (in Wirklichkeit ist eher die Abwesenheit solcher Verzerrungen in der Endstufe und das Dynamikverhalten sehr röhrenähnlich), dabei noch Geld in der Produktion sparen und die Lebensdauer auf einen definierten Punkt nach der Garantiezeit begrenzen - das war betriebswirtschaftlich sicher nicht unwillkommen. Auch die kostengünstigere Bestückung mit 85°C-Standard-Elkos läßt sich so erklären - wobei hier Detail-Auswahl und Feinabstimmung durchaus sichtbar sind.

Kurzum: die Geräte sind in ihrer Verkaufs-Fassung nicht einfach zufällig einem Ahnungslosen so gut geraten. Schon gar nicht sind sie aus einem Minimal-Entwurf durch Verbesserungen zu einer gewissen Güte entwickelt worden. Sie sind im Gegenteil das kommerziell abgespeckte Ergebnis eines absolut gekonnten Entwurfs der erst nachträglich bewusst mit Schwächen gespickt wurde. Hätte man beispielsweise Koppel-Kondensatoren im Bereich der Vorstufe eingesetzt, dann hätte man dafür zusätzlich entweder teure, zuverlässige Folien, oder billige und Verschleiß steigernde Elkos wählen können, in einem Fall widersprechen die Kosten, im anderen die Beherrschbarkeit des Verschleißes bei größerer Drift der Signalweg-Eigenschaften. Dass man Schalter und Poti durchaus auch Gleichstrom-frei halten kann, beweisen die "B"-Geräte, hier macht die Endstufe ja genug eigenen Effekt, da hat man eine Gleichstrom-freie Standard-Topologie gewählt, entsprechend läuft ein 2fach-IC der gleichen Typenklasse dort vor allem langfristig betrachtet weit Verzerrungs- und Störungs-freier.

Den ganzen eingebauten Schwächen der A-Serie kann man natürlich relativ leicht entgegen wirken, zunächst kann man mal dauerhaftere Beiteile einsetzen, insbesondere langlebige, gut klingende Elkos und Folienkondensatoren. Ich verbaue als Ersatztypen meine gewohnten Panasonic 105°C-Typen, im Netzteil Serie HA, für die 10uF-Elkos Serie FC, für Werte über 10uF FM und für die 1uF-Koppelkondensatoren (die vom Austrocknen am meisten und wirkungsvollsten betroffen sind) WIMA MKS2-Folien. Bei den Koppel-Kondensatoren mag der Einsatz von Elkos vielleicht einen Tick besser zur Abstimmung passen, die Folien sind weniger rund im Klangbild - allerdings sind die Folien dafür absolut dauer-stabil und nach dem (viel geringeren und länger dauernden) Einspielvorgang durchaus nur mit besten Elkos zu toppen. Die WIMAs sind sozusagen nach zwei Jahren auf der Höhe und bleiben da, ein 1uF-Elko ist dagegen bei den hohen Temperaturen im Gerät nach zwei Jahren schon wieder auf dem absteigenden Ast...

Genauso wichtig wie neue Kondensatoren ist das Aufräumen im Kleinsignal-Weg. Alle Umschalter müssen wieder 100%ig Kontakt geben und vor Gleichströmen (zumindest aus dem Gerät selber) geschützt werden, das vervielfacht deren Lebensdauer. Schalter mit korrodierten Kontakten haben nicht mehr den beabsichtigten, relativ linearen Übergangswiderstand von wenigen Milliohm, sie werden zu (sogar am "grobmotorischen" Hameg-Komponententester sichtbaren) nichtlinearen, spannungsabhängigen Widerständen, weisen eine S-förmige Kennlinie auf und verzerren spannungsabhängig kubisch. Übelster Klirrfaktor ähnlich Übernahmeverzerrungen, Aussetzer und Prasseln sind die Folge. Für den Tape-und Phono-Umschaltung ist der erste Teil der Lösung ganz einfach: die Schalter kann man noch kaufen, also  baue ich neue ein.

Für den Lorlin- (bzw. Alps-) Eingangswahl-Drehschalter sieht die Sache zum Teil ähnlich aus, je nach verbautem Raster gibt es auch hier noch (bzw. wieder) Ersatz, man kann die ganze Schalter-Ebene erneuern, damit ist alles im Signalweg blank.

Ersatz der Problem-Vorstufe

Damit allerdings nicht weiter die "Offset-Elektrolyse" an den Kontakten nagt, wird die komplette Vorstufe Gleichstrom-frei gemacht, und zwar mit einigen Verbesserungen - die Topologie des Marc-Hennessy-Vorschlags ähnelt sehr der B1-Vorstufe, ist aber an sich noch weit besser in der Material-Auswahl.
Das ursprüngliche Vorstufen-IC wird entfernt und dessen Aufgabe von der verbesserten Vorverstärker-Schaltung auf einer Platine am Lautstärke-Regler ersetzt, die Spannungsversorgung wird dabei an die Versorgungs-Pin-Leiterbahnen des Original-ICs angeschlossen. Der Schleifer des ALPS-Potentiometers (Sie können wahlweise auch andere Typen haben) ist über einen Folien-Kondensator vom IC getrennt, der ganze Eingangszweig bis zu den Buchsen ist damit nicht mehr Gleichstrom-gekoppelt.

Die Vorstufe nach dem Plan von Marc Hennessy
- wie in seinem Bauvorschlag noch mühevoll komplett Hand-gefertigt

die erste gedruckte Version der Vorstufen-Platine ohne Poti (Unterseite)
- der Schaltplan ist immer noch exakt der Hennessy-Entwurf

Durch die Auswahl des Potentiometer-Rasters und die Möglichkeit, die eine Anschlussreihe vorne um die Kante zu befestigen ist man mit der Wahl des Potentiometer-Typs kaum gebunden.

die Oberseite zeigt die Widerstände und den Burr-Brown-Operationsverstärker, die Kondensatoren sind wegen ihrer größeren Bauhöhe auf der Unterseite montiert, die Platine sitzt im Gerät ca. 10mm unter dem Deckel.

Herr Hennessy hat auch ganz richtig gemessen und gerechnet, man braucht, vor allem im CD-Betrieb bei weitem nicht die Vorstufen-Verstärkung der Original-Schaltung. Der neue Vorverstärker hat nur noch ca. 3fache Line-Verstärkung und reicht so trotzdem selbst bei recht leisen Quellen (z.B. 500mV Tuner) leicht zur Vollaussteuerung. Dazu dreht man allerdings viel weiter als vorher den Regler auf.
Folge: der mangelhafte Gleichlauf nahezu jeden Poti-Typs am Linksanschlag spielt gar keine Rolle mehr, leise hören findet bei 9:00Uhr Regler-Stellung statt (da ist jedes Poti schon längst im Gleichlauf-Bereich), laut hören bei bei bis zu 3:00Uhr, aber immer sind die Kanäle (gehört wie gemessen) gleich laut verstärkt, ein wesentlicher Vorteil zur Original-Vorstufe. Der verwendete Burr-Brown Doppel-OP ist zwar nicht der aller-aller-teuerste, aber auch schon das fünf- bis zehnfache Preisniveau des Original-ICs - und das merkt man, hier herrscht eine ganz andere Präzision der Sinalverarbeitung. Die beiden Einzel-OPs sind im IC in Dual-Mono-Schaltung verdrahtet, einzige Berührungspunkte sind die gut gedämpften Betriebsspannungen. Das Übersprechen ist daher vergleichbar mit dem großflächigen Aufbau mit 2 ICs, im Doppel-OP sind aber die beiden Kanäle von vornherein extrem gut "gematcht", gleicher kann man zwei Stereo-Signale in dieser Preisklasse gar nicht behandeln.
Die Stufe hat auch eine Ergänzung im Eingang, die sehr zur Sauberkeit des Ergebnis beiträgt: es gibt ein Ultrasonic-Filter, eine Anstiegsbegrenzung. Jeder Verstärker hat ja eine maximale Anstiegs-Geschwindigkeit, Signale geringerer Steilheit kommen immer gut durch, denn der Verstärker kann noch folgen. Lässt man allerdings zu steile Signale an den Eingang, dann kommt es zu ganz ekelhaften, unharmonischen Verzerrungen, besonders leicht passiert das bei der Kombination hoher Pegel und hoher Frequenzen. Der Effekt von Flanken- (Transienten-)Verzerrungen  ist ähnlich unangenehm und ähnlich erklärbar wie der Aliasing-Effekt, es entstehen hier u.U. sogar mitten im Hörbereich Mischprodukte mit Signal-unabhängigen Komponenten (=disharmonisch).
Durch das kleine Filter im Poti-Eingang bekommt der ganze Verstärker keine zu schnellen Signale mehr, was jetzt noch an den Vorverstärker-Eingang gelangt, kommt auch heil bis zum Ausgang der Endstufe - in jeder Lebenslage, auch bis zur Vollaussteuerung. Es fehlt dadurch trotzdem nichts im Signal, was das Gerät nicht ohnehin gar nicht hätte verarbeiten können. Es kostet halt nur ein paar Bauteile mehr...

Aktuelle Version

Seit diesen ersten Revisions-Exemplaren ist noch einiges an Erfahrung dazu gekommen. So hat mich bei der originalen Marc Hennssy -Variante der Vorstufe immer gestört, dass die Versorgung nach wie vor aus der Parallel-Stabilisierung eines Kanals entnommen wurde, dieser hatte entsprechend etwas kleinere Werte für den Vorwiderstand der Zener-Diode (um den zusätzlichen Strom des Vorstufen-ICs liefern zu können). Nun hat Herr Hennessy dieser Spannung ja auf der Platine noch einen zusätzlichen Puffer-Elko mit deutlich mehr Puffer-Kapazität spendiert, als die Stabilisierung von sich aus besitzt. Die Folge ist, dass der eine Endstufen-Kanal natürlich von der Ersatz-Vorstufe mit gepuffert wird, der andere dagegen nicht - was man unter anderem daran merkt, dass beim Abschalten mit Signal der eine Kanal schnell, der andere langsam in der Verzerrung verschwindet, durch den unterschiedlichen Abbau der Versorgungs-Spannung.

Nun war das halt wie es war, ich wollte aber weiter gehen und die lokale Pufferung auch nicht mehr mit einem Elko von Plus nach Minus, sondern mit Bezug auf die lokale Masse des ICs für jede Versorgungs-Spannung einzeln ausführen. Das ging schon auf der Platine einen Schritt weiter. Der sinnvolle Einbau erfordert meines Erachtens zusätzliche Maßnahmen, die im Bereich des ausgebauten Vorstufen-ICs auf die Haupt-Platine montiert werden - eine komplette zusätzliche +/-12V-Versorgung nur für die Vorstufe alleine. Dazu wird seit dieser Variante nicht nur das originale 4fach-OP-IC (TL084) entfernt, sondern auch dessen gesamte Außen-Beschaltung, die Leiterbahnen werden dann um-benutzt. Und um die saubere Masseführung auf die Spitze zu treiben, habe ich eine Variante ersonnen, bei der sogar die Zener-Dioden genau und völlig unabhängig auf den gleichen Stern-Punkt bezogen werden, wie die Puffer-Kondensatoren und der Rest der Vorstufen-Schaltung. Daher werden bei dieser Variante stets drei grüne Masse-Kabel angebracht, eins für das Bezugs-Potential und je eines für den Masse-Anschluss der Zener-Dioden.

hier die aktuelle Variante: der eine Stütz-Kondensator wurde durch je einen pro Betriebsspannung ersetzt, die Versorgung dazu wird jetzt an Stelle des ausgebauten Vorverstärkers montiert und macht die Vorstufe unabhängig von der Versorgung der vorderen Endstufe.

Die Styroflex-Typen neben dem Potentiometer sind inzwischen WIMA FKPs gewichen.

Drei Masse-Kabel werden jetzt verwendet, um die Zener-Dioden-Stabilisierung auf der Haupt-Platine auf den Sternpunkt der Vorstufe zu beziehen.

Als Besonderheit habe ich die Zener-Dioden dieses neuen Versorgungs-Teils noch ein wenig künstlich "verschlechtert", indem ich ihnen je einen 15-Ohm-Reihen-Widerstand spendiert habe. Damit nimmt deren Stabilisierungs-Eigenschaft zwar ab, doch die Spannungen sind ja für eine gut geglättete Qualität bereits mit hochwertigen Kondensatoren gut gepuffert.

Die neue Vorstufen-Versorgung in einem A1-X

Das Eigen-Rauschen und Prasseln der Zener-Dioden dagegen wird mit einem derartigen Widerstand zwischen Rauschquelle und Puffer-Kondensator vom diesem Kondensator wesentlich besser bedämpft, in etwa in dem Verhältnis Vor-Widerstand zum ESR des Kondensators - und da liegen wir dann vom Rausch-Pegel der Versorgung her im Hörbereich gleich so um die 30dB niedriger, entsprechend weniger muss sich das IC intern mit der Unterdrückung von Betriebsspannungs-Störungen beschäftigen - billiger, wirkungsvoller Trick.

Leistungsteil

An-geschmorte oder deutlich überhitzte Lastwiderstände in Netzteil oder Endstufe werden bei der Revision getauscht.

an der Endstufe eines MA50-X-Monoblocks sieht man die Spuren der nicht an die höhere Spannung angepassten Vorwiderstände für die Zener-Dioden: Braune Stellen auf der Platine. Das aus der Überhitzung resultierende Ausfall-Problem taucht bei richtiger Dimensionierung nie wieder auf. Die gleiche Fehl-Bestückung ab Werk haben auch A100, A100-X, A120, A200 und Avalon.

Im Netzteil der kleineren Serien sind ursprünglich Lade- und Sieb-Elkos mit 10.000uF verbaut, der aktuelle Panasonic 105°C HA-Elko mit 25V sieht als Ersatz lächerlich klein aus, bei den "großen" (A100-[X]) sind 22.000uF-Elkos, dickere Trafos und Gleichrichter im Einsatz. Ich nutze hier entsprechend den Platz und erhöhe moderat auf 15.000uF, für den selben Siebfaktor der gleichen Stufe kann man dann auch den Entkopplungs-Widerstand entsprechend von 0,47Ohm auf 0,33Ohm verringern, ohne dass der Spannungs-Brumm zunimmt, insgesamt ist er sogar deutlich geringer, die Spannung stabiler, die Maximal-Leistung minimal erhöht - aber auch die Ladestrom-Spitzen sind ein bisschen stärker und Oberwellen-reicher. Die Gangart wird jedenfalls so etwas flotter, ähnlicher den großen Modellen.

Die kleine Serie bekommt neue, schnelle Dioden (MUR="Motorola Ultrafast Rectifier"), Isolierschläuche, einen Entstör-Kondensator sowie vom Wert her größere Panasonic-Elkos und kleinere Entkoppel-Widerstände.

Da das Kühl-Profil bei den meisten Modellen ohnehin während der Revision entfernt wird, auch um die End-Transistoren einzeln zu prüfen, kommt es zu vermehrter Bewegung an den Anschlussbeinen - doch schon im Original ist mir die Durchführung durch das blanke Aluminium zu unsicher. Hier kommen immer Schutz-Schläuche zum Einsatz, um Kurzschluss-Probleme auch für Extremfälle unmöglich zu machen.

isolierte Anschlüsse - zum Vergleich der Original-Zustand

An Stelle der oft sehr dünnen Innen-Verkablung setze ich auf einen etwas massiveren Querschnitt, um die Lautsprecher-Buchsen an zu klemmen - doch das muss weder so dick ausfallen wie im David2, noch eine Menge Geld kosten - und letztlich muss es ja auch noch bequem unter die Platine passen. Optimal ist dafür das gewählte LAPP LIYY-Kabel mit 4x 1,5 Quadrat-Millimetern reiner Kupfer-Litze.

 

LAPP-Lautsprecher-Innenverkablung

 

 

Phono, Umschaltung und Eingangs-Buchsen

 

japanischer Ersatz für ZTX753-Transistoren in der Eingangsstufe - oben meine Umbau-Variante, rechts die Musical-Fidelity-Fassung bei den jüngeren A-Geräten

Im Phono-Teil

entferne ich die auftrennbaren Kabel. Ursprünglich wohl mal experimentell als Brumm-Kompensations-Schleifen eingebaut, wurden diese zum Dauer-Provisorium an etlichen Platinen-Varianten. Sie haben im revidierten Betrieb jedoch Erfahrungs-gemäß keinen erkennbaren Sinn mehr.
Die erste Phono-Stufe besteht in sämtlichen A-Geräten an sich nur aus einem einzigen, im Verstärkungsfaktor und Arbeitspunkt umschaltbaren Transistor, teilweise (z.B. im "David") findet man hier rauscharme, japanische Bipolar-Transistoren vor. Bei Musical-Fidelity ist man aber aus irgendeinem (vermutlich wirtschaftlich günstigeren und durch Zufall entdeckten) Grund darauf verfallen, regelrechte ZTX-Treiber-Transistoren in der ersten Stufe zu verwenden. Das ist mir aber zu "rauschig" ist, daher bestücke ich ein Pärchen der (ursprünglich wohl vorgesehenen) Japaner.

Signal-Umschaltung

Der Eingangswahlschalter ist in verschiedenen Varianten bestückt, in der Regel mit Lorlin-Drehschaltern. Hat das Pin-Raster in der Mitte eine Lücke, dann kann man den Schalter einfach gegen einen neuen wechseln. Das geht natürlich schnell, kostet aber Material. Wo ein Wechsel nicht in Frage kommt, habe ich bis vor kurzem den Schalter geöffnet und gereinigt, später mit einer gekonterten Schraube samt Scheibe hinten die Schalterebene sicher wieder verschlossen. Die Schaltebenen sind mit einem unter Hitze breit gedrückten Kragen des transparenten Kunststoffs verschlossen, einmal geöffnet lässt sich das Teil nicht auf gleiche Art wider schließen. Eine zusätzliche Sicherung wäre  in zusammengesteckten Zustand übrigens gar nicht nötig, solange man die Schalterebene nicht ausklipst, hält sie ohnehin von alleine zusammen. Inzwischen habe ich aber ein  sehr wirkungsvolles Reinigungsmittel gefunden, mit dem man den Schalter ohne Öffnen im Ultraschallbad wieder blitzblank bekommt, nach ordentlicher Spülung und Trocknung versehe ich dann den Schalter zur Versiegelung noch mit dem harzfreien Kontakt-Kriechöl  Cramolin "Schutz", das einen dauerhaften Oxiadationsschutz durch einen mikro-feinen, trocken wirkenden Film gewährleistet. Das Mittel bekommen bei mir übrigens auch neue Schalter verpasst, solche Additive macht der Hersteller nicht rein, sonst verkauft er ja nie neue Schalter.

Eine Schaltebene von Lorlin vor und nach der Ultraschallwäsche mit Schmuck-Reiniger.
Das Nachlöten der der Kontakt-Stifte ist inzwischen ebenfalls Pflicht bei jeder Revision.

Besonders nach Fremd-Eingriffen oder Schlägen auf die Achse lässt sich allerdings mancher Schalter nicht mehr retten, von den drei verwendeten Varianten gibt es als Neuware nur noch eine. Entsprechend dem Umbau-Vorschlag Hennessys lässt sich diese verbliebene Variante zwar nicht direkt und einfach einsetzen, aber in gewendeter Form und mit Einzel-Verdrahtung durchaus verwenden - das ist natürlich mit einigen aufwändigen Bearbeitungs-Schritten verbunden.

bisherige Lösung: eine neue Schalter-Ebene eingebaut in eine gebrauchte Halterung - frei und gezwungener Maßen über Kreuz verdrahtet. Ein Kenn-Loch in dem Platinchen muss man dazu auf bohren.

Frisch gereinigter ALPS-Schalter

Zugeschaut und mitgebaut...

...in einem Sugden A28b habe ich dann eine Lösung gefunden, die ich mir einfach nachbauen musste:
Dort war man nach längerer Verwendung von Alps-Schaltern ganz offensichtlich auf das gleiche Nachschub-Problem gestoßen und hatte sich mit einer kleinen Adapter-Platine geholfen. Dieses Mini-Board ist zweiseitig geroutet und setzt schlicht und einfach einen anderen Lorlin-Schalter-Typ auf genau die passende Länge, Höhe und Rastermaß um, wie man es statt des Alps- oder Lorlin 5-pol-Schalters mit alternierendem Löt-Raster eben benötigt.

Habe ich im selben Stil nach-geroutet und bei MME bestellt - wer das nachmachen will, bekommt das Teil (demnächst) in deren Platinencenter.

Notwendig dafür ist ein Lorlin CK1050, die zweiseitige, durchkontaktierte Adapterplatine und etwas versilberter Kupferdraht (Durchmesser 1mm), den man wechselseitig und am richtigen Ende beginnend in die Rand-Kontakte lötet. Die Schalterstellungen muß man mit der Nasenscheibe an der Schaft-Verschraubung von 6 auf 5 reduzieren.
Das ganze ist inzwischen erprobt und stellt auch für MF-Geräte für den idealen Ersatzschalter dar.

neue Lösung: Lorlin CK1050 mit Adapter-Platine

Buchsen

Weil die Kreuzschlitz-Schrauben am Umschalter bzw an Buchsen oder am Gehäuse meist nicht mehr richtig greifen, ausgeschlagene Köpfe haben oder sonst wie unpraktisch oder unansehnlich sind, wechsele ich diese turnus-mäßig noch gegen schwarze M3-Innensechkantschrauben.

Manchmal hilft allerdings auch das nicht mehr, vor allem, wenn der Besitzer oder ein anderer Held "für den guten Kontakt" mit Ballistol im Gerät gewütet hat. Damit hat er dann sämtliche Weichmacher aus dem Kunststoff gelöst, der damit hart und spröde wird, kristallisiert und schließlich schon beim Hinsehen bricht. Durch reine Alterung dagegen kommen gebrochene Buchsen bisher noch selten vor.
Wenn das Buchsen-Raster quadratisch ist (horizontaler und vertikaler Abstand der Cinch-Buchsen gleich), dann ist das kein Problem, die vergoldeten Sechsfach-Buchsengruppen sind bezahlbar und werden von mir in der Regel im Rahmen der Pauschale mit ausgetauscht.
Ist der senkrechte Abstand der Buchsen allerdings höher, als der waagrechte, dann gibt es keinen Ersatz für die Vierfach-Buchsen-Gruppen - bzw. gab es keinen: da habe ich mich hin gesetzt und eine Träger-Platine für Buchsen entworfen und fertigen lassen, in der sich isoliert 12 robuste, vergoldete Schraub-Cinch-Buchsen montieren und verdrahten lassen. Immer noch ein gewaltiger Aufwand, jedoch auch die beste Eingangs-Sektion, die es für Musical Fidelity A-Geräte je gab.
Und weil die Buchsen einerseits selten ohne Fremdeingriff zerfallen und der Aufwand an Zeit und Material andererseits sehr hoch ist, gibt es diese Platine mit Einbau nur gegen Aufpreis.

Die letzte neuerdings mögliche Teil-Problemlösung: eine Montage-Platine fur Cinch-Buchsen, mit der deren Hilfe sich die obsoleten Vierer-Cinch-Buchsen hoher Bauart ersetzen lassen, eine bisher schwer überwindliche Schwierigkeit, wo (vermehrt bei Einsatz von Öl) der Kunststoff der Buchsen spröde wurde und brach.

Die aktuelle Revision - Weiterentwicklung im Überblick

Die Bearbeitung geht inzwischen um einiges weiter als bei den ersten Exemplaren, mit der Erfahrung sind folgende Punkte dazu gekommen:

  • Neue Vorstufen-Version mit doppelter Pufferung und rauscharmer Einzel-Versorgung (sechs zusätzliche Bauteile auf der Haupt-Platine)
  • neue, schnelle Gleichrichter-Dioden, falls nicht vorhanden wird am Gleichrichter-Eingang ein 470nF-Entstör-Folien-Kondensator nachgerüstet,
  • neue Phono-Eingangs-Transistoren,
  • die neuen Widerstände und Zener-Dioden in der Position des ausgebauten IC zur Versorgung der neuen Variante des Vorstufen-Moduls,
  • nach Bedarf werden rissige Styroflex-Kondensatoren erneuert
  • Nachlöten der Pins auf der Wahlschalter-Kontakt-Platine im Zuge der Reinigung
  • neue Lautsprecher-Kabel,
  • Neue, gleiche Vorwiderstände der Endstufen-Eingangs-Versorgung (u.U. beidseitig),
  • die Achs-Durchführung des Quellwahlschalters wird zu dessen Schutz gegen Stoß gewendet (der Schalter bricht sonst bei einem Schlag auf den Knopf,
  • neue Schrauben am Achs-Verbinder, den Cinch-Buchsen, vorn in der Platine und an der unteren Verschraubung der Front
  • die Isolierschläuche an den Trafo-Leitungen, und um die Basis/Emitter-Anschlüsse der End-Transistoren
  • nach Bedarf neue End-Transistoren, ggf. neue Isolierscheiben,
  • nach Bedarf werden alle anderen Transistoren der Endstufe hin zu einem vertretbaren, symmetrischen Stand getauscht
  • Ersatz gebrochener weißer Sechsfach-Buchsen-Gruppen
  • Bei Bedarf gegen Aufpreis Ersatz der Cinch-Buchsen durch eine komplette Buchsen-Platine.
  • Bei Bedarf gegen Aufpreis neuer Netztrafo
  • Bei Bedarf gegen Aufpreis Ersatz-Lorlin-Quellwahl-Schalter auf Adapter-Platine

Ergebnis

So werden Sie vorher noch keinen Musical Fidelity A-Verstärker gehört haben, Sie bekommen mit dieser Revision des "Pudels Kern". Das Gerät macht jetzt endlich perfekt all das, was es nach den Ideen des Entwicklers hätte können sollen, was ihm einst Betriebswirtschaftler zu Gunsten ihrer Gewinnmaximierung wieder abgewöhnt hatten. Keine aufgesetzten Effekte mehr, die Unsauberkeiten und vorprogrammierten Verschleiß-Stellen beseitigt, die blitzsaubere, Verdeckungs-arme Endstufe von der Ansteuerung mit verzerrtem Material befreit. Neue Bauteile erster Wahl stellen eine hervorragende tonale Balance her und die Dynamik ist vor allem durch das neu bestückte Netzteil auf ungewohnt hohem Niveau. Der überarbeitete Grundcharakter dürfte eher den ersten, noch nicht eingedampften Versuchsentwürfen, als dem endgültigen Kommerz-Produkt entsprechen, der Unterschied ist wie der Unterschied zwischen Consumer-Ware vorher und Studio-Abhörtechnik nachher. Mit dem revidierten Gerät macht das Hören richtig Spaß, es ist bei weitem weniger anstrengend den Musikern zu folgen, man genießt selbst bei hohem Pegel stundenlang Ermüdungs-frei und konzentriert - was mir im Originalzustand nie gelungen ist.