Fixpreisangebote

Mission Cyrus 1 & 2 (one/two)

Komplett-Überholung mit 3 Jahren Garantie*
*Erläuterung siehe Garantiebestimmungen
Grundpreis 357,-€ - Details
(Abholpreis, zuzüglich Versandkosten)

Bitte beachten Sie unbedingt die gesonderten Verpackungshinweise für Cyrus-Verstärker

Die Überarbeitung des Gerätes umfasst mindestens:

  • Alle kleinen polaren 85°C Elektrolytkondensatoren werden gegen Panasonic FM 105°C, bipolare Elkos gegen neue bipolare 85°C Nichicon Muse Elkos erneuert, die Tiefpass-Filter-Kondensatoren der Überstrom-Abschaltung werden durch dauer-stabile Wima-Folienkondensatoren ersetzt.
  • beide Umschalter werden ausgelötet, zerlegt, die versilberten Kontaktflächen poliert und mit Cramolin "Schutz" versiegelt und wieder eingebaut.
  • der Phono-Umschalter wird zerlegt, gereinigt und gefettet.
  • Der Lautstärke/Balance-Regler wird Ultraschall-gereinigt und versiegelt.
  • Bei Bedarf neue Treiber-Transistoren (silberblaue Original-Treiber wie hier neigen nach meiner Erfahrung zu Ausfällen)
  • Umrüstung Phono-Versorgung mit Ladestrom-Begenzung
  • Erneuerung des Koppel-Widerstands zwischen geerdetem Gehäuse und Schaltungsmasse.
  • Bei Bedarf werden die Lötstellen nachgearbeitet bzw. Leiterbahnen verstärkt, z.B. an den Cinch-Buchsen und den Spannungsreglern.
  • der Ruhestrom kontrolliert, ggf.korrigiert
  • bei Bedarf wird die Wärmeleitfolie am Kühlkörper sowie der Warmeleitkleber der Ruhestrom-Fühl-Transistoren erneuert.

PSX:

  • Am PSX nehme ich normalerweise ohne Not keine Änderungen vor. Sollte der Zusatz-Anschuss für Tuner etc. genutzt werden oder zeigen sich Probleme mit dem Schalter oder der Betriebsanzeige, dann kann man nach Bedarf eingreifen. Einen Austausch der Becher-Elkos halte ich im Normalfall nicht für sinnvoll.

Die Wirkung eines PSX an einem Cyrus II?
kurz: frappierend (wenn man nicht am Problem vorbei hört)!
Ich würde sagen: erst hiermit wird der Verstärker wirklich attraktiv, es begibt sich alles in die Ruhelage, das Gerät spielt lockerer, schneller, kontrollierter - bei einer grundsätzlich so sauber klingenden Konstruktion genau der richtige Anbau, ein "Muss".
Ohne PSX ist der Verstärker im Mittelfeld der Konkurrenz, seine leichte Tendenz zu analytischer Härte verzeiht man ihm nur widerwillig, bis dieser Turbolader ins Spiel kommt. Dann packt das Gerät derart zu, dass man sich an manche Vor-Endstufen-Kombinationen erinnert fühlt. Der Verstärker macht im Gespann einen viel weiteren klanglichen, als preislichen Sprung, so sehe ich das...

Vollverstärker:

oben: Geräte der ca. dritten Generation in Nextel-Lackierung - man sieht die beleuchteten Schriftzüge...
unten: ein frisch lackiertes Cyrus2-Gespann

Der Cyrus II ist meiner Meinung nach immer noch der beste Cyrus den es bisher gab. Der Nachfolger war dann in SMD-Technik ausgeführt (SMD=surface mounted device/Oberflächen-montierte Bauteile - im Gegensatz zu bedrahteten Bauteilen in Durchsteck-Montage), leider auch noch mit dem bekannten SMD-Transistor-Aussetz-Problem der mittleren 90er Jahre (Rußeinschlüsse in den Gehäusen von Transistoren). Da hat dann Cyrus-Hören dann nur noch bedingt Spaß gemacht, nicht schlecht so lange sie liefen, aber mit dem Original nicht mehr zu vergleichen.

Die Cyrus II -"Schuhkartons" zählten und zählen in ihrer Klasse jedenfalls zu den mächtigsten Verstärkern von der Insel, jedenfalls wenn ein PSX verwendet wird. Mit dem eigenen Trafo alleine ist die Dimensionierung noch wie von vielen Firmen gewohnt, der eingebaute Ringkern bringt locker die Maximal-Leistung der Endstufe samt Verlusten dauerhaft an jeder erlaubten Last auf. Das PSX dagegen versieht das Gerät mit einer dreifach überdimensionierten Versorgung - da wackelt nichts mehr in der Stereo-Abbildung, es geht plötzlich alles "gaaanz locker".

Die neue Bestückung mit Nichicon Muse Bipolar-Elkos, das Phono-Netzteil im Vordergrund

Im Phono-Netzteil habe ich ein zeitweises Lieferproblem zur Tugend gemacht: die 470µF Ladeelkos wurden gegen 1000µF Panasonic FM getauscht. Als Gleichrichter wurden ultraschnelle Dioden eingebaut. Da sich nun dabei eigentlich die störenden Ladeströme erhöhen würden, habe ich da eine kleine Bremse dazu gefügt und anstelle zweier Brücken in der Wechselstrom-Zuleitung zwei 1Ohm-Widerstände gesetzt. Wenn die internen Sicherungen im PSX-Betrieb entfernt sind und die Endstufe extern versorgt ist, bleibt das Phono-Netzteil mit der Phonostufe als einzige Last am internen Trafo. Man muss für die Phono-Nutzung das Netzkabel des Verstärkers anstecken, einschalten braucht man nicht - damit würde nur zusätzlich der Schriftzug beleuchtet, was wegen der ungünstig verschalteten Vorwiderstände der Leuchtdiode nur unnötig viel Strom verbraucht. Benutzt man nur Line-Quellen, kann man das Netzkabel am Verstärker sogar weg lassen, Umschaltung und Lautstärke-Regelung/Balance arbeiten völlig passiv.

Umgekehrt lässt sich der Phono-Vorverstärker über den Tape-Ausgang bei angestecktem Netzkabel am Verstärker auch bei abgeschaltetem PSX nutzen (z.B. zum Digitalisieren von Schallplatten).

ein neuer PSX-Einbau-Stecker

Nach langer Suche habe ich eine Bezugsquelle und eine Bestellnummer für den PSX-Anschluss gefunden, den blauen, dreipoligen Einbau-Stecker des Herstellers Hirose. Wegen Gehäuse-Toleranzen liegt oft die Rastnase dieses Steckers sehr eng an der Buchsen-Blende an und wird daher blockiert oder zumindest schwergängig. Das führt wiederum durch die gewaltsame Handhabung zum häufigen Abbrechen der Rastnase, mit der Folge, dass der Stecker die Kupplung des PSX-Kabels nicht mehr richtig fest hält. Aussetzer an dieser Stelle sind nicht ganz unproblematisch, denn das bedeutet in der Regel, dass eine der beiden Betriebsspannungen in der Endstufe plötzlich weg bleibt. Die Folge sind heftige Verzerrung und Gleichspannung am Lautsprecher-Ausgang. Fehlt also die Nase, soll und kann der Einbaustecker inzwischen erneuert werden (auch die Kupplung ist ersetzbar).

Regelmäßig löte ich auch die Cinch-Buchsen nach, wobei das nur bei jeweils eingestecktem Stecker geschehen sollte, da sonst der Buchsenkontakt verrutscht angelötet wird und dann das Einstecken blockiert.

Das Phono-Netzteil arbeitet jetzt mit doppelter Kapazität, schnellen Dioden (oben) und Widerständen zur Ladestrom-Begrenzung (links)

Unten: in der Endstufe werden als Stütz-Elkos für den Leistungs-Teil jetzt generell 220µF 50V Panasonic FM verwendet, wenn die Treiber-Transistoren dahinter aus Ausfall-verdächtiger Fertigung stammen, werden sie pauschal erneuert, dahinter wiederum sind die Korrektur-Punkte für die Ruhestrom-Einstellung, Der Ruhestrom wird bei jedem Gerät kontrolliert und ggf. nach Hersteller-Angaben angepasst.

Übersicht eines revidierten Cyrus II mit frisch lackierter Front

Umschalter & Regler

Andere seriöse Anbieter von Gebraucht-Geräten haben das auch erkannt, Geräte, die in diesem Bereich nicht angemessen überarbeitet wurden, sind für den Käufer nicht viel wert.

Einsprühen hilft hier wirklich nicht. Schon gar nicht dauerhaft.
Im Gegenteil: Ungeeignete Sprays und Öle und/oder deren falsche Anwendung zeigen vordergründige Erfolge und beschleunigen schließlich die Korrosion.

So ganz schnell habe ich auch nicht heraus gefunden, wie man am besten mit Kontakten umgeht, die problematischen haben alle eins gemeinsam: Silber. Besser: Versilberung. So lange die Silber-Oberfläche sauber ist, zählt sie zu den definitiv besten Kontakt-Gebern.

Versilberte Kontaktflächen mit Sulfit-Schicht

Der Luft-Sauerstoff verändert das Silber nicht wesentlich, wo immer kleine Mengen Silber-Oxid entstehen, hat das auf die Kontaktgabe kaum negativen Einfluss. Schlimm wird es, wo Schwefel in die Nähe gelangt, das berühmte Ei, das man nicht mit Silberlöffeln isst, kann hier als abschreckendes Beispiel dienen. Gerade wenn die Schalter nicht gekapselt sind, beschleunigen Zwiebeldämpfe aus der Küche nebenan oder ausgasender Gummi in der Nähe des Gerätes die Bildung von Sulfit-Belägen. Und die werden erstens meist deutlich dicker als eine Silber-Oxid-Schicht, sind aber vor allem elektrisch auch weit problematischer. Denn ein davon belegter Kontakt verhält sich als "VDR", ein spannungsabhängiger Widerstand, geringen Spannungen setzt diese Schicht einen höheren Widerstand entgegen, als hohen. Das verursacht zunächst Verzerrungen (ganz ähnlich den Null-Durchgangs/Übernahme-Verzerrungen von B-Verstärkern), im fortgeschrittenen Stadium komplette Kanal-Aussetzer.

Ein Sprühstoß mit Kontaktspray löst die Schicht an, fördert zunächst das lokale frei-reiben der Kontakt-Spur durch die Kontakt-Feder, verbleibt mit seinen im Öl-Anteil vor dem Verdunsten geschützen, dauer-aggressiven Lösungsmitteln aber auf dem Metall und arbeitet dort mit den Jahren Korrosions-beschleunigend. Nach der Behandlung dauert es i.d.R. nicht allzu lange, bis das Problem zurück kehrt, das Silber-Sulfit wurde ja nur teilweise gelöst und nicht entfernt. Ein Blick in den Schalter nach Jahren zeigt dann meist jede Menge mehr Belag und vor allem häufig grüne Kupfer-Ausblühungen. Grünspan weist darauf hin, dass hier die Bronze-Federn genauso in ihrem Basis-Material angegriffen sind, wie auch das Messing unter den Kontakt-Flächen.

Auch Ballistol löst übrigens nur den Dreck an, dieses Spezial-Öl ist zum Reinigen von Waffen vorgesehen, nicht für Kontakte. Und soll meines Wissens auch in und auf Waffen nicht in dicken Schichten hinterlassen werden. Damit behandelte und nicht abschließend abgewischte Kontakte zeigen nach einiger Zeit eine Verharzung und Flockenbildung - und einen typischen Geruch. Leider aber keine wirklich guten Kontakt-Eigenschaften. Dafür leiden offensichtlich diverse Kunststoffe in der Umgebung extrem unter Ballistol-Rückständen, Cinch-Buchsen-Gruppen, Styroflex-Kondensatoren, Drehschalter-Rahmen - all so etwas bekommt eine trüb-matte Oberfläche und wird extrem spröde und brüchig.

Ballistol, Carramba, Kontaktspray haben also in elektronischen Geräten zumindest auf Dauer nichts zu suchen, wendet man sie zur Reinigung an, müssen die Rückstände umfassend beseitigt werden.

Poliert und geölt

Helfen kann nur eine wirkliche Reinigung und Politur des Kontakt-Silbers, möglichst schonend, Kratzer-frei und ohne unnötig die Beschichtung abzutragen. Dazu müssen Schalter natürlich gekonnt zerlegt werden. Leder-, Watte- oder Velours-Stäbchen, in schwer zugänglichen Bereichen auch feine Karton-Streifen im Zusammenhang mit geeigneter Metall-Politur sowie ein Ultraschall-Bad sind notwendige Verbrauchsmaterialien und Werkzeuge. Gegen Luft-Kontakt versiegelt werden die gereinigten Flächen bei mir schließlich mit "Cramolin Schutz", was laut Hersteller genau für diese Anwendung vorgesehen ist - und völlig frei von Säure, Harzen und Lösungsmitteln. Noch bessere Vorschläge nehme ich da übrigens auch gerne entgegen.

Die perfekte Dauer-Lösung wäre übrigens eine nachfolgende Über-Hart-Vergoldung. Ein so behandelter Kontakt ist nur minimal weniger leitfähig - aber dafür erhält man absolut Korrosions-sichere und dauer-stabile, elektrisch lineare Kontakte. Ist im Grunde für fast alle solchen Kontakte auch nachträglich machbar, aber auch extrem aufwändig und teuer.

Natürlich werden auch die restlichen Teile des Schalters (Ultraschall-)gereinigt...

Offene Alps-Potentiometer wie z.B. das eines Cyrus zerlege ich übrigens nicht. Im Inneren besteht im Grunde das gleiche Problem, es setzt nämlich nicht der Schleif-Kontakt auf der Widerstands-Kohleschicht aus, sondern (wie bei fast allen Potentiometern) die Rückleitung des Schleifers zu seinem Mittel-Anschluss. Das ist ebenfalls ein bewegter Kontakt, aber nicht auf einer selbst-schmierendem Graphit/Kohleschicht, sondern auf einer Versilberung.
Bei den preiswerten, offenen Potentiometern kommt man an diese nicht ohne Zerstörung heran, öffnet man die Vernietung/Verpressung der Achse, erreicht man diese Schicht zwar, bekommt den Regler aber nicht mehr zusammen gesetzt.

Hier greife ich zu Schmuckreiniger im Ultraschall-Bad, der greift die Kohleschicht nicht an, befreit aber die Silberoberflächen vom Sulfit. Das riecht man während der Reinigung auch, es entsteht in kleinen Mengen Schwefelwasserstoff. Denn leider sind Gehäuse und Achse aus unedleren Metallen (Aluminium und Zink), so dass während der Reinigung auch eine Elektrolyse einsetzt, bei der das Silber durch Reduktion sogar teilweise nur vom Schwefel befreit und nicht abgetragen wird, dabei laufen andere Gehäuse-Teile allerdings auch gerne etwas dunkel an. Das beeinträchtigt etwas die Optik, die Funktion jedoch in keiner Weise. Auch hier schütze ich das gesäuberte Silber abschließend mit Schutz-Öl.

Ein gereinigter Satz Schalter/Regler (hier von einem Cyrus2) vor der Wieder-Montage

Preiserhöhung zum 1.1.2016

Mehr und mehr stellt sich ein bisher allgemein (und vor allem preislich) kaum beachteter Punkt als ein zeitlich gewaltiger Aufwand heraus: Die Kalibrierung bzw. der Abgleich des Ruhestroms.

Das habe ich schon sehr bald bei meinen Cyrus-Revisionen mit ins Auge gefasst, doch mit der Erfahrung ist der Aufwand in dieser Beziehung nicht etwa gefallen, sondern nimmt im Verhältnis zu den ansonsten beschleunigten Arbeiten inzwischen den ersten Platz in der zeitlichen Rangfolge der Tätigkeiten ein. Dazu kommt eine eher vergrößerte Sorgfalt, ein dauerhaft stabiles, dazu rechts und links möglichst gleiches Optimum einzustellen. Etwas pedantisch, zugegeben, doch so klingt der Verstärker einfach am besten. Das Service-Manual geht da eher lax zur Sache, der Ruhestrom soll nach Erwärmung zwischen 8 und 20mV an den Leistungs-Widerständen am Ausgang hervor rufen. Ich selber ziele darauf ab, hier einen Wert zwischen 12 und 15mV zu erreichen, was unter jeglichen thermischen Verhältnissen einen Verbleib im größer gesteckten Rahmen des Manuals garantiert. Extrem zeitaufwändig wird dieser Abgleich vor allem aus zwei Gründen:

  • aus Gründen der Langzeit-Zuverlässigkeit hat man bei Cyrus den Einstellregler entfernt und zum Abgleich Festwiderstände vorgesehen. Dem "unteren" Teil des Einstell-Spannungsteilers kann man auf dafür vorgesehenen Löt-Pfosten einen Widerstand zur Erhöhung des Ruhestroms parallel schalten. Leider geht das für eine korrekt angewandten Ruhestrom-Verringerung nicht so einfach. Dafür muss man das Board ausbauen und den Grund-Widerstand per Austausch erhöhen.
  • jeder Testlauf geht auch mit viel Erfahrung immer noch ausschließlich nach dem "try&error"-Prinzip und stabilisiert sich (selbst nach kurzem Abschalten wieder) erst nach etwa 20 Minuten Richtung End-Wert, das liegt vor allem daran, dass die Treiber-Transistoren nicht in die thermische Gegenkopplung einbezogen sind.

So oder so, Abstriche an der sorgfältigen Ruhestrom-Einstellung mag ich nicht machen und ich finde, diese Stunde Aufwand muss ich an die Revisions-Kunden auch nicht verschenken. 

Jetzt auch machbar:

Dauerhafte Kontakte

Bisheriges Vorgehen bei Signalschaltern z.B. von Alps mit versilberten Kontaktflächen war deren Reinigung und Politur sowie anschließende Versiegelung mit geeigneten, zuletzt stets mit flourierten (PTFE), Ölen oder Fetten.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, die Kontaktflächen noch besser zu schützen, nämlich das Silber mit Gold zu überziehen. Solange diese Schicht nicht "durch gerieben" wird, bleibt die Kontaktgabe stets gleich gut, bei den geringen Kontaktdrücken der Kontakt-Läufer aus versilberter/vergoldeter Federbronze ist im Laufe eines Geräte/Benutzer-Lebens ein derartiger Verschleiß absolut nicht zu erwarten.

Einziger Nachteil: teuer

Es gab von Yamaha u.a. für die AX-500-Serie wegen der häufigen Aussetzer der Motor-Umschalter mal einen Ersatzschalter, bei dem die Signal-Kontaktebenen im Gegensatz zum original nur versilberten Werks-Original vergoldet waren. Der Ersatzteil-Verkaufspreis lag bei Aswo zuletzt zwischen 110 und 120€. Inzwischen sind diese VT148300 -Schalter alle vergriffen, wie haben aber alle ausgebauten Schalter aufgehoben und sind mit Hilfe dieses Grund-Bestands darauf ausgewichen, die versilberten Kontaktebenen zu sammeln und zum Vergolden zu schicken - inzwischen auch die Kontakte der Steuer-Logik.

Und beim letzten "Schwung" haben wir die Galvanik gebeten, es auch mal mit gereinigten Alps Dreh-Schiebeschaltern wie z.B. in Mission Cyrus One- und Two-Geräten zu probieren, zehn Exemplare konnten wir aus Eigengeräten und Transportschaden-Platinen gewinnen, teilweise erste Generation (also eine Schalterstellung/zwei Kontakte weniger).

zehn Alps-Signal-Umschalter aus Cyrus One- und Two-Geräten

Um es der Galvanik einfach zu machen und selber sicher zu gehen, dass kein Teil unkontaktiert bleibt und damit schlecht oder gar nicht beschichtet wird, habe ich im Vorfeld alle gereinigten, polierten Kontakt-Flächen rückseitig mit einem Litzen-Draht verbunden.

Alle Kontaktflächen vor der Vergoldung verbunden

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: alles Metall ist jetzt hartvergoldet, die Schicht über dem polierten Silber wird einen dauerhaften Kontakt gewährleisten und nie wieder braun anlaufen.

Kontakt-Platinen nach der Rückkehr aus der Galvanik

natürlich sind auch die Verzinnung der Kontakte und der Verbindugsdraht vergoldet

Den Verbindungsdraht werde ich erst entfernen, wenn die Schalter-Platine wieder in den Einsatz geht.
Geplant ist, eine mittlere Menge, so um die 20 bis 30 baugleiche Schalter aus NOS-Beständen zu beschaffen, die dann allerdings je vier statt zwei Kontakt-Ebenen besitzen. Die werden neu zerlegt, poliert, falls sie bei der Lagerung angelaufen sind und als Grund-Bestand ebenfalls vergoldet. So lassen sich ggf. auch noch andere Geräte-Typen bestücken.

Saubere Sache...

Sowie ich die Rechnung der Galvanik habe, werde ich hier einen kalkulierten Preis angeben, das wird schätzungsweise bei 50€ pro Schalter liegen, doch genau kann ich das noch nicht sagen, das Doppelte oder die Hälfte wären auch denkbar. Da hier auch der größte Schwachpunkt des Geräts komplett beseitigt wird, ist der Aufpreis aber so oder so nicht übertrieben.