Mitarbeiter-Suche

Seit Jahr und Tag schmeiße ich hier den Laden alleine. Und ich muss sagen, das macht auch Spaß - oder besser, es macht so lange Spaß, wie es einem nicht über den Kopf wächst. Inzwischen allerdings herrscht eine derart "verzweifelt gute" Auftragslage, dass kaum mehr hinterher zu kommen ist. Ich habe da ein Fass aufgemacht, einen Betrieb ins Leben gerufen, der eigentlich am besten mit ca. 3-5 Leuten funktionieren würde. Viel mehr Leute könnte das Spezialthema zwar nicht ernähren, mit zu wenigen allerdings kann man das Feld auch nur unzureichend beackern. Und als Einzel-Kämpfer überschlägt man sich sogar in ständigen Unterbrechungen. Keinerlei Arbeitsteilung, keinerlei Pausen-Möglichkeiten sind nerven-aufreibend und vor allem in-effektiv, man kann einfach kein normales Einkommen erwirtschaften, das gibt die ständig gestörte Konzentration nicht her.

Damit stecke ich nun allerdings in einem Teufelskreis: ich bräuchte dringend Hilfe, kann sie mir aus dem Stand aber gar nicht so ohne weiteres leisten - nicht mit dem momentan eingehenden Gewinn, denn der beruht ja auf dem in-effktiven Alleine-Arbeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass ich durchaus Ansprüche an Mitarbeiter habe, vor allem was die Ziel-Orientierung und Sorgfalt angeht. Und steht die freie Ton- und Bildwerkstatt an einer der schwierigsten Schwellen für eine sinnvolle Weiter-Entwicklung:

Wer wird die zweite Frau oder der zweite Mann...

Absolut sicher bin ich mir, dass mit der/dem richtigen ersten (Vollzeit-)Mitarbeiter(-in) oder Geschäftspartner(in) die Sache steht und fällt, eine Hebelwirkung einsetzt, so dass man binnen Jahresfrist durchaus zwei mehr als angemessene Einkommen erwirtschaften kann. Mit dem/der richtigen Mitarbeiter(in) jedenfalls.
Weniger engagierte Hilfe könnte dagegen auch mehr Schaden als Nutzen einbringen.
Und da ich weiß dass man das, was ich suche, selten oder gar nicht beim Arbeitsamt findet, hier nun eine Art Stellenbeschreibung. Vielleicht liest es ja doch jemand passende(r).

Wobei bei der Vielzahl und Unterschiedlichkeit der täglichen Aufgaben die Entlastung durchaus aus verschiedenen Richtungen kommen könnte, ein guter Techniker könnte mich am Lötkolben entlasten, ein Organisations- und Kunden-Talent am Telefon und im Laden. Flexibilität, Lernfähigkeit, Engagement und Sorgfalt sowie ein netter Umgang mit Kunden zählen dabei mehr als das mitgebrachte Detail-Wissen. Insofern z.B. durchaus auch etwas für den Wiedereinstieg nach Jahren reiner Haushaltsführung und Kindererziehung, denn wer das kann, kann auch organisieren und mit Menschen umgehen, meistens jedenfalls...
Ein rüstiger Senior-Partner mit passender Berufserfahrung könnte ebenfalls das Blatt zum Guten wenden.
Oder ein engagierter Lehrling - ausbilden kann und darf ich. Wobei mir das Abwandern eines entsprechend guten und gut ausgebildeten Lehrlings nach der Gesellenprüfung schon im Voraus extra weh täte...

Andere Möglichkeit: ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund oder kaufmännische Erfahrung wären von großem Nutzen - wobei ich gleich voraus schicken muss: bei mir wird nicht mit allen Methoden und ganz bestimmt nicht gegen jeden Skrupel gearbeitet. Und bei mir sollen weder Kunde, noch Finanzamt, noch ich selber oder meine Mitarbeiter über den Tisch gezogen werden.

Starke Kommunikation inklusive Fremdsprachen, sicherer Umgang mit PC und Internet sind alles vorteilhafte Fähigkeiten, von diesen Eigenschaften muss aber nicht jede einzelne zwingend bereits mit gebracht werden...

Am besten aber wäre bei all dem eine gewisse Begeisterungsfähigkeit für das Thema der Firma und das Geschäftsmodell, ein eigenes Plädoyer für Nachhaltigkeit und Musik, gegen die Wegwerfgesellschaft.

das Schwierigste:

Aus dem Gewinn, den der Ein-Mann-Betrieb aktuell abwirft, kann ich (siehe oben) aus dem Stand kaum ein Tarif-Gehalt mit allem Zubehör abzweigen. Das würde für mich zu Beginn im Grunde sogar bedeuten, dass der/die Angestellte - bei einem Einkommen oberhalb meines eigenen - am Freitag Mittag "den Hammer fallen lässt" und ins Wochenende verschwindet, von mir Urlaub, Rente und Krankenkasse bezahlt bekommt - während ich mir davon vieles bislang verkneifen muss.
Immerhin: Mit dem/der Richtigen wäre das alles ein halbes bis ganzes Jahr später kein Problem mehr, denn dann setzt mit der Einarbeitung auch die Synergie ein und ich kann die hervorragende Auftragslage endlich überhaupt nutzen. Ab da könnten sich auch beide die Zeit einteilen, beide z.B. mal Urlaub machen und beide dennoch genügend verdienen.

Wer aber ist bereit, am Anfang Abstriche zu machen und sich seine Stelle im Grunde erst selbst zu schaffen?
Man kommt sicherlich in keinem Fall ohne eine Probier-Phase aus, beide Seiten müssen den Versuch beenden können, wenn es wirklich nicht gut klappen sollte. Andererseits bin ich von meiner Seite aus loyal, halte nichts von "hire&fire", versuche Durststrecken zu überwinden - es kann also ein durchaus sicherer Arbeitsplatz daraus werden.
Das Geschäfts-Modell gibt übrigens auch in Sachen Anwesenheits-Zeit beliebigen Gestaltungs-Spielraum, bei mir ist es sicherlich kein Problem, wenn meinetwegen das Kind in den Kindergarten muss oder ein freier Tag benötigt wird, in dieser Beziehung bin ich ausschließlich Ergebnis-orientiert. Das Ergebnis ist im Kern die Restaurierung Jahrzehnte alter Geräte, die oft schon lange Zeit gestanden haben, es gibt kaum Notfälle und es spielt keine Rolle, ob so etwas vormittags oder abends bearbeitet wird, Hauptsache es wird. Zeitliche Zwänge entstehen nur gelegentlich aus der Sache selbst. Wenn man einem Kunden einen Termin verspricht, soll man den unbedingt einhalten. Wenn mittags die Post kommt, sollten die fertigen Geräte verpackt bereit stehen. Für Arbeiten, die man zusammen durchführt, muss man auch gleichzeitig anwesend sein. Die anfallende Arbeit soll nach bestem Wissen und Gewissen so effektiv und zügig wie möglich erledigt werden - aber wie jemand sich seinen Teil genau zeitlich einteilt, ist erst mal seine oder ihre Sache, da greife ich nur ein, wenn die Selbst-Organisation nicht funktioniert oder ich mich ausgenutzt fühle.
Was mich wenig beeindruckt oder abhält: Zeugnis, Abschluss, Herkunft, Alter, Geschlecht.
Lernen, Können, Wollen sind viel wichtiger - ob jemand dazu passt, kann ich ausschließlich im direkten Kontakt heraus finden.

Kurzform: Unternehmerisches Denken wäre gefragt, interessante, vielschichtige Arbeit mit gewaltiger Gestaltungsfreiheit winkt, handwerkliche und künstlerische Elemente inklusive. Der Einstieg würde holprig, immerhin nicht so holprig wie eine Eigen-Gründung, es ist eine Menge Vorarbeit bereits geschafft.

Ich suche eine(n) engagierte(n) (Wieder-)Einsteiger(in), angestellt oder als Kompagnon.

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Nachtrag Spätsommer 2015

Inzwischen haben sich mehrere Interessenten gemeldet, die sich eine Mitarbeit vorstellen könnten,

der erste hatte den kürzesten Anmarsch und die größte Ausdauer. Wir haben inzwischen einen Quer-Einstieg vereinbart, in diesem Fall in Form eines Lehrvertrags (Umschulung), um einen auch einen tiefen fachlichen Einstieg zu ermöglichen und einen entsprechenden Berufs-Abschluss zu bieten.

Ein weiterer Bewerber hat sich danach vorgestellt und traf leider auf die inzwischen geänderte Lage - bleibt aber weiter für mich sehr, sehr interessant (ich hoffe auch umgekehrt), sofern ich schnell genug den Laden zu zweit gut zum Laufen bekomme, kann ich mir das sehr sehr gut vorstellen. Weitere Kontaktaufnahmen und Bewerbungen gibt es, auch zum Ausbau einer vernetzten Zusammenarbeit.

Kurzum: in Sachen erster Mitarbeiter ist bereits alles in vollem Gange wenn auch noch nicht etabliert. Dennoch scheuen Sie bitte nicht zurück mit mir Kontakt aufzunehmen, wenn Sie eine Zusammenarbeit interessiert.